Tag Archive 'Story-Pic'

Feb 08 2015

by Thea

StoryPic – 2014~~meine Geschichte~~

abgelegt unter fotoprojekt,geknipst

 

Hach, ich freue mich, meine *Story* ist fertig!

 

Ihr erinnert Euch ?

 

Wer 2014 meinen Blog verfolgt hat, der konnte 52 Sonntage lang ein StoryPic entdecken.

Fast 40 Blogger haben Woche für Woche ein Foto mit einem passenden Begriff gepostet und mehrere Autorinnen schrieben für jeden dieser BloggerInnen eine eigene Kurzgeschichte um oder vielmehr mit diesen Wörtern. Niemand von uns wußte wer unsere Geschichte schrieb, geschweige denn wovon sie handelt.
Wir konnten auch das Genre wählen.

Ich wollte einen Krimi oder was abenteuerliches!

Und ich finde es war die wohl kreativste und ausgefallenste Bloggeraktion die von Sunny initiiert wurde.

 

So, und hier ist sie nun, meine Geschichte, in der ICH die Protagonistin bin.

 

Folgende Wörter mußte mein Schreiberling in meine Geschichte einbinden:

 

Meine gespendeten Worte:

Abendlicht, Maske, Wasserstrahl, Skelett, Gleise, Kirchturm, Schneeeule, Laterne, Narrenbrunnen, Airbrush, Inderin, Gräser, Bluttropfen, gefächert, Untergrund, Kanone, Durchblick, Henker, Rätsel, (rote) Türe, Guckloch, Schlüssel, Grashalm, Gitter, Baumkrone, Mohn, Spiegelung, Dahlie, Schatten, Wendeltreppe, festgekettet, Fernrohr, Tomaten, Pappmaschè, Windräder, Free-Rider, Ölberg, Nebelschwaden, einsam, Fleischbrücke, Schmetterling, Herbstlaub, Florenz, Engel, Dampf, Augenblick(e), verpackt, Hilfe, Drähte, Schutzengel, Lupe, Fußspuren.

 

Alle Story-Pic’s und Wörter sind in meiner
Fotoprojekt-Galerie zusammengefaßt!

 

Spuk im Spreewald

Sie hatte sich den Urlaub sowas von verdient! Es sollten die schönsten Wochen des Jahres werden, mit jeder Menge Nichtstun und Ruhe. Bloß keine Abenteuer und Aufregung. Insofern war das beschauliche Wellnesshotel „Zur Fleischbrücke“ im Spreewald bestimmt die perfekte Wahl gewesen. Ob der Name des Hotels die perfekte Wahl gewesen war, überließ sie den Inhabern. Vielleicht kamen diese ja wie sie selbst aus Nürnberg und wollten ein kleines Stück fränkischer Heimat in Brandenburg bei sich haben. Wenn schon Spree statt Pegnitz, dann wenigstens die Brücke im Hotelnamen mitnehmen. Vielleicht hatte sie also der Name des Hotels dazu gebracht, genau dort zu buchen. Vielleicht war es auch das verlockende Wellnessangebot im Haus gewesen oder die Aussicht auf beschauliche Fahrten im Spreekahn. Ganz sicher aber hatten sie nicht die geheimnisvoll angekündigten Ausflüge auf der Spree zur Geisterstunde hergelockt.
Abenteuer – nein Danke!

Thea hatte das Anmeldeformular an der Rezeption ausgefüllt und stand nun mit dem Schlüssel in der Hand vor der roten Türe ihres Hotelzimmers. Diese besaß sogar ein Guckloch zum Flur hin, damit man immer den Durchblick behielt und nicht der falschen Person seine Tür öffnete. Das Zimmer war geschmackvoll eingerichtet, allerdings wunderte sich Thea etwas über eine Wand, die mit Airbrush gestaltet war und ein Gemälde zeigte, das sie aus Florenz kannte. Es stellte einen Schutzengel dar. „Na, schaden kann der nicht“, dachte sie und freute sich über den Blumenstrauß aus Mohn und Dahlien, der auf dem Fensterbrett stand. Der Blick aus dem Fenster war still und friedlich. Thea bewunderte den im Abendlicht zwischen Baumkronen hervorleuchtenden Kirchturm, in dessen Fenster bereits eine Laterne brannte. Sie nahm sich vor, die Kirche in den nächsten Tagen zu besichtigen, denn sie hatte schon viel darüber gelesen und wollte unbedingt auch die Schneeeule sehen, die laut Reiseführer im Turm nistete. Außerdem interessierte sie sich auch für den sogenannten Narrenbrunnen mit seinen verrückten Figuren und für die historische Kanone, die der Legende nach vom Ölberg in Jerusalem stammte. Im Moment aber genoss sie die abendliche Ruhe und folgte mit den Augen den Gleisen der Eisenbahn, die sich in den Schatten des Spreewaldes verloren. Dahinter, auf einem freien Feld, drehten sich träge einige Windräder. Da fiel ihr ein Fernrohr auf, das zwei Etagen unter ihr auf der Terrasse des Hotels aufgebaut war.
Einige Augenblicke später verließ sie ihr Zimmer und stieg die Wendeltreppe bis ins Erdgeschoss hinab. Als sie auf die Terrasse hinaustrat, fröstelte sie, denn es war doch kühler, als sie erwartet hatte. Sie wollte aber unbedingt noch einen Blick durch das Fernrohr tun und richtete es auf den am nächsten gelegenen Spreearm, über dem sich bereits Nebelschwaden in der kalten Luft bildeten. Seltsam, das Wasser wirkte irgendwie rot gesprenkelt, als wären Bluttropfen frisch hineingefallen. „Sicher nur eine Spiegelung im Abendlicht“, dachte Thea. Aber sie beschloss, sich genau diese Stelle am nächsten Tag aus der Nähe anzusehen.

Gut ausgeschlafen begab sie sich nach dem Frühstück in den Wellnessbereich des Hotels und ließ sich mit verschiedenen Anwendungen aus dem breit gefächerten Programm verwöhnen. Dabei wurde sie von einer jungen Inderin betreut, die sie in warme Tücher wickelte. So verpackt erhielt Thea eine Maske aus frischen Tomaten und Goldstaub, den man allerdings mit der Lupe suchen musste, sowie Pappmaché. Danach entspannte sie sich im heißen Dampf der Sauna und genoss dann den eiskalten Wasserstrahl beim Duschen, der sie wieder frisch und munter machte. Jetzt fühlte sie sich bereit, dem Rätsel des blutigen Spreewassers auf den Grund zu gehen.

Beim hauseigenen Verleih für Spreekähne mietete sie ein kleines Exemplar und stakte hinaus aufs Wasser. Die Gräser am Ufer raschelten geheimnisvoll und mitunter flatterte ein Schmetterling vorbei. Still und einsam war es auf dem Wasser, als Thea sich der Stelle näherte, die sie am Abend beobachtet hatte. Auf einmal berührte ihre Stake, mit der sie sich auf dem sonst so weichen Untergrund abgestoßen hatte, etwas Festes am Boden des Wasserlaufs. Thea tastete vorsichtig mit der Stange über den Grund und muss bald feststellen, dass sich die Stange in einem Geflecht aus Drähten verheddert hatte. Sie sah sich um und entdeckte zwischen hohen Grashalmen am Ufer ein Gitter, das dort eingelassen war. Bei näherem Hinsehen erkannte sie, dass nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche an einem der Gitterstäbe eine Kette hing, die unter Wasser in ihre Richtung verlief. Da die Stake festhing, gab Thea diese auf und griff mutig ins trübe Wasser und fischte nach der Kette. Sie bekam sie bald zu fassen und zog sich an ihr zu dem Gitter hin. Nun wollte sie unbedingt herausfinden, was am anderen Ende der Kette in dem Drahtgeflecht festgekettet war. Mit aller Kraft zog sie also an der Kette. Nur langsam setzte sich daraufhin irgendetwas im Wasser in Bewegung. Aber Thea schaffte es nicht, den Gegenstand an die Oberfläche zu holen. Zu dumm, sie war auf Hilfe angewiesen.

Irgendwie schaffte sie es, mit dem Kahn auch ohne Stake wieder beim Verleih anzukommen und erzählte dem Personal dort eine dramatische Geschichte, die erklären sollte, warum sie die Stake verloren hatte.
Ein junger Free-Rider, der zufällig die Story mit angehört hatte, nahm Thea beim Abendessen zur Seite und sagte: „Kann ja sein, dass das Personal Ihnen diese Geschichte geglaubt hat. Für mich ist es aber offensichtlich, dass Sie gelogen haben. Was also ist wirklich passiert?“ Thea überlegte kurz, entschloss sich dann aber dazu, ihre Entdeckung mit dem jungen Mann zu teilen, da sie seine Hilfe gut gebrauchen konnte, wenn sie herausfinden wollte, was da im Wasser verborgen war. Der Free-Rider reagierte ganz aufgeregt und meinte: „Wir sollten versuchen, der Sache noch heute Abend auf den Grund zu gehen. Ich erwarte Sie um 22 Uhr am Hinterausgang des Hotels.

Als die beiden Abenteurer in der Dunkelheit zu Fuß loszogen, bemerkten sie nicht, dass ihnen eine dunkel gekleidete Gestalt folgte. Es war gar nicht so leicht, von der Landseite her die Stelle mit dem Gitter zu finden. Darum bemerkten sie auch nicht die zahlreichen recht frischen Fußspuren, die sich hier im feuchten Boden fanden. Schließlich standen sie aber am richtigen Ort, ertasteten die Kette und begannen mit aller Kraft daran zu ziehen. Doch was war das? Die Kette bot keinerlei Widerstand, sondern hing einfach so lose im Wasser. Es musste ihnen jemand zuvorgekommen sein. Ratlos sahen sie sich an, als  plötzlich hinter ihnen am Ufer das Herbstlaub raschelte und sich etwas bewegte.
Thea fuhr herum und zuckte vor Schreck zusammen, denn aus dem Schilf erhob sich ein Skelett und wankte langsam auf sie zu. Noch bevor sie einen Schrei ausstoßen konnte, brüllte ihr Begleiter: „Was zum Henker geht hier vor?“ Dabei griff er dem Skelett beherzt zwischen die Rippen, sodass es klappernd zu Boden ging. Flüche ertönten, eine Taschenlampe blitzte auf und Thea erkannte den Mitarbeiter des Bootsverleihs, dem sie heute ihre Lügengeschichte über die verlorene Stake erzählt hatte. „Wie kommen Sie dazu, uns zu verfolgen und dermaßen zu erschrecken?“, empörte sie sich. Daraufhin berichtete der Mann, dass er durch ihre Geschichte misstrauisch geworden war und nach der Stake gesucht hatte. Diese hatte sich in einer Konstruktion am Spreegrund verfangen, an der kleine rote Scheinwerfer befestigt waren, die bei Kahnfahrten zur Geisterstunde, sozusagen bei einer vom Hotel organisierten Gruseltour, zum Einsatz kamen. Thea hatte sie durch das Fernrohr entdeckt und bei ihrer Bootstour leider beschädigt, sodass sie zur Reparatur aus dem Wasser geholt worden war.
Der Auftritt mit dem Skelett sollte ihr eine Lehre sein, dass nicht jedes Geheimnis gelüftet werden muss.

Natürlich fühlte Thea sich nun ertappt und entschuldigte sich mit Engelszungen für ihre Lügengeschichte. Als Wiedergutmachung bot sie an, bei der nächsten Kahnpartie zur Geisterstunde die Rolle des Skeletts zu übernehmen und nahm ihr Kostüm gleich mit ins Hotelzimmer.
Somit war sie jetzt also doch ein aktiver Teil eines Abenteuers geworden.

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Dez 28 2014

by Thea

StoryPic * 52 *

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Sandra sammelt Sonntag für Sonntag die Fotos und Wörter, die ich Ihr hier in meinem Blog jede Woche liefere.
Und dann am Ende des Jahres bekomme ich von Ihr oder einer Ihrer Mitschreiberlinge eine eigene Geschichte damit geschrieben.
Das Genre konnte ich auch frei wählen und ich habe mich für Krimi oder Abenteuer entschieden.
Wobei, nach meinen Fotos und Wörtern, läufts , so glaube ich, mehr auf einen Krimi hinaus.




Ja, Weihnachten ist vorbei, Schnee ist ja jetzt auch reichlich da,
und mit Riesenschritten kommt das 2015 auf uns zu.



Und auch das letzte StoryPic ist es heute.

Es hat mir sehr viel Freude gemacht und es war jedesmal spannend, Woche für Woche ein Wort und Foto für meine Geschichte zu finden.
Vielen Dank liebe Sandra für diese Idee und die viele Arbeit die damit zusammenhängt.


Tja, und jetzt bist Du, mein lieber Schreiberling, an der Reihe.

Ich habe Dir 52 interessante Wörter bereitgestellt….. und da kannst Du aus dem Vollen schöpfen.
Bin ja so gespannt wie meine Geschichte wird und wie Du meine Wörter darin verwebst.
Hach, verwebt wäre auch ein schönes Wort gewesen…



Also, hier ist nun mein letztes StoryPic:




Mein heutiges und für meine Geschichte letztes Storywort heisst:
Fußspuren !


Alle Story-Pic’s und Wörter sind in meiner
Fotoprojekt-Galerie zusammengefaßt!


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Dez 21 2014

by Thea

StoryPic * 51 *

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Sandra sammelt Sonntag für Sonntag die Fotos und Wörter, die ich Ihr hier in meinem Blog jede Woche liefere.
Und dann am Ende des Jahres bekomme ich von Ihr oder einer Ihrer Mitschreiberlinge eine eigene Geschichte damit geschrieben.
Das Genre konnte ich auch frei wählen und ich habe mich für Krimi oder Abenteuer entschieden.
Wobei, nach meinen Fotos und Wörtern, läufts , so glaube ich, mehr auf einen Krimi hinaus.



Tja, heute haben wir schon das vorletzte StoryPic.

Die Zeit verrinnt wie im Fluge.


Hier ist mein heutiges StoryPic:





Ich denke mal, das die Ermittler schon sehr, sehr oft eine Lupe brauchen um die Spuren richtig sehen und deuten zu können.


Und deshalb heisst mein heutiges Storywort:
L u p e !




Alle Story-Pic’s und Wörter sind in meiner
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Dez 14 2014

by Thea

StoryPic * 50 *

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Sandra sammelt Sonntag für Sonntag die Fotos und Wörter, die ich Ihr hier in meinem Blog jede Woche liefere.
Und dann am Ende des Jahres bekomme ich von Ihr oder einer Ihrer Mitschreiberlinge eine eigene Geschichte damit geschrieben.
Das Genre konnte ich auch frei wählen und ich habe mich für Krimi oder Abenteuer entschieden.
Wobei, nach meinen Fotos und Wörtern, läufts , so glaube ich, mehr auf einen Krimi hinaus.



Tja, heute ist es schon das 50. StoryPic und das Ende der Wortfindungen und Fotos dazu ist wirklich schon zum “Greifen” nahe.
Bin ja schon soooo auf meine Geschichte gespannt.

Also liebe Schreiberline auf geht’s zum Endspurt!


Diesen Schutzengel habe ich auf dem Christkindlesmarkt




Und Schutzengel ist auch mein heutiges Storywort!


Alle Story-Pic’s und Wörter sind in meiner
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Dez 08 2014

by Thea

StoryPic * 49 *

abgelegt unter fotoprojekt,geknipst


Sandra sammelt Sonntag für Sonntag die Fotos und Wörter, die ich Ihr hier in meinem Blog jede Woche liefere.
Und dann am Ende des Jahres bekomme ich von Ihr oder einer Ihrer Mitschreiberlinge eine eigene Geschichte damit geschrieben.
Das Genre konnte ich auch frei wählen und ich habe mich für Krimi oder Abenteuer entschieden.
Wobei, nach meinen Fotos und Wörtern, läufts , so glaube ich, mehr auf einen Krimi hinaus.



Tja, dieses Mal bin ich ja sehr spät dran mit meinem sonntäglichen StoryPic.



Hier isses jetzt:
und zwar, Drähte über Drähte.




zum vergrößern bitte auf das Foto klicken!

Und D r ä h t e heißt auch mein heutiges Storywort!


Alle Story-Pic’s und Wörter sind in meiner
Fotoprojekt-Galerie zusammengefaßt!


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